Ausgabe 1 2014

Wandel Lego - Da ist mehr drin

Lego, eine der beliebtesten und bekanntesten Spielzeugmarken der Welt, stand 2004 am Rande der Insolvenz und stürzte in eine Existenzkrise.

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Lego, eine der beliebtesten und bekanntesten Spielzeugmarken der Welt, stand 2004 am Rande der Insolvenz und stürzte in eine Existenzkrise.

Das dänische Unternehmen hatte sich von seinem Kerngeschäft mit den kleinen Bausteinen, die eigentlich jeder kennt und mag, wegentwickelt, und schaffte es mit seinen neuen Freizeitparks, Fernsehproduktionen und den immer komplexeren Figuren nicht mehr so recht, Geld zu verdienen. Allein 2004 fuhr Lego 175 Millionen Euro Verlust ein.

Es musste sich etwas ändern. So viel war klar. Noch im selben Jahr übernahm Jørgen Vig Knudstorp den Chefposten. Er stellte schnell fest, dass die damalige Strategie des Unternehmens in etwa so erfolgreich war, wie barfuß über einen mit Lego-Steinen übersäten Teppich zu gehen.

Knudstorp entwickelte einen Rettungsplan: zurück zu dem, was das Unternehmen im Innersten aus­machte. Lego verkaufte einige der Vergnügungsparks und schraubte das Geschäft mit Kleidung und Merchandising zurück.

Dann ging’s ans Eingemachte. Eine Analyse der Produktionskosten zeigte, dass Lego 60 Prozent seines Umsatzes mit nur 350 der 13.000 produzierten Lego-Elemente verdiente. Knudstorp halbierte die Zahl der produzierten Artikel und ordnete an, dass neue Konzepte nur aus bestehenden Bausteinen entwickelt werden durften.

Knudstorps beherzte Maßnahmen erweckten Lego wieder zum Leben. 2013 erwirtschaftete das Unternehmen 920 Millionen Euro Gewinn.

BRICK ARTIST ™

​Nathan Sawaya

Der New Yorker Künstler Nathan Sawaya baut dreidimensionale Skulpturen und übergroße Mosaike. Er wurde bekannt durch seine Arbeit mit Legosteinen, die mittlerweile in Unternehmen, Museen und Galerien in der ganzen Welt ausgestellt werden. Mehr unter: http://brickartist.com/ (Quelle: Wikipedia)

Foto: Nathan Sawaya/brickartist/Erica Ann Bader