Ausgabe 1 2015

Reputation Umgekehrt - Umgedreht
ʇɥǝɹpǝƃɯn - ʇɹɥǝʞǝƃɯn

Andrew Horner hatte es satt. All seine Bemühungen, sich einen Job zu sichern, waren gescheitert, und so drehte er 2010 den Spieß um: Er veröffentlichte auf seiner Website eine „umgekehrte Bewerbung“, mit der er Unternehmen aufforderte, um ihn zu buhlen.
pay hat das gefallen.

Andrew Horner hatte es satt. All seine Bemühungen, sich einen Job zu sichern, waren gescheitert, und so drehte er 2010 den Spieß um: Er veröffentlichte auf seiner Website eine „umgekehrte Bewerbung“, mit der er Unternehmen aufforderte, um ihn zu buhlen.
pay hat das gefallen.

Über mich (ihren zukünftigen Arbeitnehmer)

Das bin ich

  • Genial: Ich schalte die Sitzheizung auf dem Beifahrersitz ein, damit mein Essen auf dem Nachhauseweg besser warm bleibt. Im Ernst: Ich entwickle gern kreative Lösungen und hoffe, Sie tun das auch.
  • Ein entschlossener Kämpfer: Wenn ich etwas in Angriff nehme, ziehe ich es durch – selbst wenn ich zwischendurch Prügel beziehe.
  • Stubenrein im Umgang mit sozialen Medien: Ich kenne den Unterschied zwischen dem Veröffentlichen relevanter Informationen und sinnlosem Gelaber.
  • Aufgeschlossen: Dass ich noch nichts von Ihnen gehört habe, bedeutet nicht, dass ich mir nicht gern anhöre, was Sie zu bieten haben. Vielleicht passen wir ja perfekt zusammen.

Das bin ich nicht

  • Bindungsgestört: Wenn ich ausreichend Freiheiten bekomme und meine eigenen Interessen verfolgen darf, bin ich eine treue Seele. Ich rufe auf Geschäftsreise auch mindestens einmal am Tag an. Aber keine Angst, meine Mutter müssen Sie nicht kennenlernen.
  • Der Klassenclown: Ich bringe ein gesundes Maß schwarzen Humor mit, aber ich nehme meine Arbeit ernst und erwarte, dass Sie mir sinnvolle Aufgaben geben.
  • Ein notorischer Zerstörer: Ich will beruflich vorwärtskommen; aber Brücken, die ich überquert habe, breche ich hinter mir nicht gleich wieder ab.

Über Sie (meinen zukünftigen Arbeitgeber)

Was Sie tun müssen

  • Mich Batman nennen: Wie 86 Prozent meiner Kollegen weltweit ist mir meine Stellenbezeichnung wichtig. Jobs, die nach ”Trainee“, ”Hiwi“, ”weltbester Fotokopierer“ oder Ähnlichem klingen, brauchen Sie mir gar nicht erst anzubieten – auch wenn ich die Kunst des beidseitigen Kopierens beherrsche.
  • Mich wie eine Tomate behandeln: Ich gehöre zu den 40 Prozent weltweit, deren größte Sorge es ist, in einer Laufbahn ohne Ent­wicklungsmöglichkeiten steckenzubleiben. Ich brauche Licht (idealerweise Tageslicht), muss regelmäßig gegossen werden (in Dürrephasen reicht auch Kaffee) und liebe einen fruchtbaren Boden, auf dem ich gedeihen kann.
  • Mich machen lassen: Wie gut zwei Drittel der Westeuropäer, die zwischen 1984 und 1996 geboren wurden, denke ich auch, dass eine der wichtigsten Aufgaben eines Managers darin besteht, seine Beschäftigten so zu unterstützen und zu befähigen, dass diese selbstständig Entscheidungen treffen können.

Was Sie tun sollten

  • Eitel sein: Ich achte auf mein Äußeres, und das erwarte ich auch von Ihnen. Wie knapp 24 Prozent der Betriebswirtschaftsstudenten, die in Großbritannien zur Attraktivität von Arbeitgebern befragt wurden, halte ich die Reputation und das Image eines Unternehmens für das wichtigste Merkmal.
  • Mich ans Steuer lassen: Sie sollten mich auf die Überholspur in Richtung Führungsverantwortung setzen. Als relevante Erfahrung kann ich Projektmanagement meiner Geschwister seit 1988 vorweisen. Genau wie 36 Prozent der Westeuropäer will ich die Möglichkeit haben, im Unternehmen einen gewissen Einfluss auszuüben.
  • ”Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann“ wiederholt spielen: Wenn ich zu viel Zeit im Büro verbringe, spielen Sie Musik, die mich an meine Familie erinnert. Denn was die Work-Life-Balance betrifft, würde ich Zeit mit meiner Familie immer vorziehen – genau wie 58 Prozent der zwischen 1984 und 1996 Geborenen weltweit.

Überfällig (dass Sie sich bei mir bewerben)

Dr. Kai Burr

Wie lautet Ihre Stellenbezeichnung?
Vice President Human Resources arvato Financial Solutions

Was bieten Sie mir?
Mehr, als nur Anzug- und Krawattenträger zu sein.

Was muss ich sonst noch wissen?
Dass wir unseren Job ernst nehmen, bedeutet für uns mehr, als nur professionell auszusehen. Mit unserem Engagement, zum Beispiel beim Start-up-Bootcamp FinTech, investieren wir in innovative Ideen und die Zukunft unserer Branche. Auch intern fördern wir junge Talente durch hervorragendes Training, ein offenes Ohr – selbst für die scheinbar abwegigsten Ideen – und Platz zum Wachsen.

Foto: arvato Financial Solutions