Ausgabe 03 2016

News Nachrichten in Kürze

Aktuelle Kurzmeldungen, Lesetipps und Wissenshäppchen aus der pay-Redaktion.

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Wer viel liest, ist klar im Vorteil

Bücherwürmer sind Träumer, sie leben in ihrer eigenen Welt. Aussagen dieser Art kennt man ja. Nun hat eine Studie des „Economic Journal“ mit dem Titel „Books Are Forever“ ergeben, dass Lesefans im Schnitt 21 Prozent mehr verdienen. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, nahmen die Forscher knapp 5000 europäische Männer, die zwischen 1920 und 1956 geboren wurden, genauer unter die Lupe. Wie sah ihr Leseverhalten in Jugendjahren aus, und wie viel Geld verdienen sie heute? Wer früher mindestens zehn Bücher las, ohne dass diese von der Schule vorgegeben wurden, erhält nun ein höheres Salär als der weniger lesefreudige Rest der Welt. Interessanter Fun Fact: Um welche allabendliche Lektüre es sich handelt, soll dabei keine Rolle spielen. Es lässt sich nur feststellen: Träumer zu sein und trotzdem zu den Besserverdienern zu gehören, schließt sich ganz und gar nicht aus.

Der Herausforderer

Everest Group hat arvato Financial Solutions in ihrem Ranking von Outsourcing-Dienstleistern wegen des hohen Niveaus in den Bereichen Skalierbarkeit, Technologie und Innovation sowie Kundenzufriedenheit als „Großen Herausforderer“ eingestuft. Die Matrix „Finance and Accounting Outsourcing (FAO) – Service Provider Landscape with PEAK Matrix™ Assessment 2016“ basiert auf mehr als 1000 großen, mehrjährigen FAO-Verträgen von mehr als 15 Dienstleistern. Der Bericht geht davon aus, dass die Dienstleister aufgrund der steigenden Nachfrage im Finanzbereich nach Beratungs-Know-how für komplexe Prozesse ihre Fähigkeiten neu ausrichten müssen. Durch den verstärkten Wettbewerb ist eine Differenzierung über verschiedene Strategien notwendig.

49,7 Milliarden

Das internationale Investment in Fintech-Unternehmen beträgt momentan 49,7 Milliarden US-Dollar. Von 2010 bis 2015 erhielten Großbritannien, Irland, Europa, China, Indien und die USA die größten Summen. Das Investment hat sich damit mehr als verdreifacht in den vergangenen Jahren. 2013 waren es noch vier Milliarden US-Dollar und 2014 dann zwölf Milliarden US-Dollar.

Schon gewusst?

Onlineshopper sind nicht sehr zuverlässig: Zu dieser Einschätzung kommt der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. bei einer Umfrage unter seinen Mitgliedern. 44 Prozent der Befragten kämpfen mit dem Problem, dass sie nicht rechtzeitig oder gar nicht bezahlt werden. Die Hauptgründe dafür sind Überschuldung und unkontrolliertes Konsumverhalten. Aus der Studie geht auch hervor, dass immer mehr Verbraucher sogar mit Vorsatz versuchen, sich um das Bezahlen zu drücken. Außerdem stellen die Inkassounternehmen fest, speziell Kunden unter 25 Jahren würden ein mangelndes Finanzwissen haben. Dieser Umstand führt laut Analyse zu einem leichtfertigen Umgang mit den Zahlungsaufforderungen der Onlinehändler.

In einem einjährigen Forschungsprojekt hat arvato Financial Solutions zusammen mit drei Kunden aus dem E-Commerce-Bereich getestet, ob man mittels Big-Data-Technologie und High-End-Analytics betrügerisches Verhalten im Rahmen des Bestellprozesses vorhersagen kann. Dafür wurden in Versuchsreihen große Mengen an Daten extrahiert, in Beziehung gesetzt und mithilfe von Machine-Learning-Verfahren Vorhersagemodelle entwickelt. Diese Modelle kamen in Echtzeit zur Anwendung. „Das Innovationsprojekt hat gezeigt, dass uns sowohl der Einsatz der Big-Data-Technologie als auch die Anwendung modernster analytischer Verfahren in die Lage versetzen, die Betrugsbekämpfung im digitalen Geschäft massiv zu verbessern“, resümiert Andreas Czermak, Director Big Data Projects & Strategy bei arvato Financial Solutions. Keine leichte Aufgabe, überprüft das Unternehmen immerhin 500.000 Bestellungen täglich allein in Deutschland. Zwei Herausforderungen gilt es in Zukunft zu lösen: zum einen die technologische, das heißt der Aufbau einer Realtime-Analytics-Plattform, und zum anderen die rechtliche, also die Klärung der potenziellen Nutzung von Transaktionsdaten unter Beachtung aller datenschutzrechtlichen Aspekte.

Schulden einfacher begleichen

arvato Financial Solutions ermöglicht es Schuldnern ab sofort, offene Forderungen auch ohne Bargeld zu begleichen. Möglich wird das durch die Zusammenarbeit mit dem Onlineshop reBuy, dem europäischen Marktführer für den An- und Verkauf von Gebrauchtwaren. Wer aktuell kein Geld hat, um eine Forderung zu begleichen, kann gebrauchte Elektronik wie Smartphones, DVD-Sammlungen und Spielekonsolen zum Schuldenabbau nutzen. Schuldner aus Deutschland und Österreich können reBuy als eine „Zahlart“ auf www.inkassoportal.de auswählen und sich von dort aus direkt bei dem Re-Commerce-Shop anmelden, um gebrauchte Elektronik und Medien zu verkaufen. Die offenen Forderungen reduzieren sich dann um den Verkaufserlös.

Fotos: plainpicture/PhotoAlto/Sigrid Olsson​; plainpicture/Caiaimages/Astronaut Images; iStock