Ausgabe 2 2014

Loyalität Noch lange nicht
ausgebeamt

Die Kultserie Star Trek, die bei uns zunächst Raumschiff Enterprise hieß, gibt es nun seit fast einem halben Jahrhundert. Sie ist aus der Science-Fiction-Szene nicht mehr wegzudenken. Dabei stand die Serie 1968 kurz vor dem Aus.

Die Kultserie Star Trek, die bei uns zunächst Raumschiff Enterprise hieß, gibt es nun seit fast einem halben Jahrhundert. Sie ist aus der Science-Fiction-Szene nicht mehr wegzudenken. Dabei stand die Serie 1968 kurz vor dem Aus.

Nach zwei Staffeln Star Trek: The Original Series kursierte das Gerücht, der US-Sender NBC wolle die Serie wegen zu niedriger Einschaltquoten einstellen. Doch was der Fangemeinde an Größe fehlte, machte sie mit besonderem Einsatz wieder wett: Von Dezember 1967 bis März 1968 schrieben die Anhänger fast 116.000 Briefe an NBC und forderten den Sender auf, die Serie weiterlaufen zu lassen.

Dieser Initiative der Fans wird zugeschrieben, dass eine dritte Staffel produziert wurde. Nach insgesamt 79 Folgen stellte NBC die Serie dann trotzdem ein. Wie in der Unterhaltungsindustrie üblich war Star Trek damit aber nicht von den Fernsehbildschirmen verschwunden. Die 79 Folgen waren umfangreich genug, um die Ausstrahlungsrechte an andere Sender zu verkaufen. Und die griffen in Scharen zu. Bis 1972 waren Wiederholungen von Star Trek bereits in 100 amerikanischen Städten und 60 anderen Ländern gelaufen.

Dieses enorme Interesse gilt als die Wiedergeburt von Star Trek, denn es führte zum Aufbau einer beeindruckenden Franchising-Maschinerie: vier vom Original abgeleitete Serien, zwölf Filme, die mehr als zwei Milliarden US-Dollar einspielten, Videospiele, Cartoons und natürlich jede Menge Merchandising-Produkte. Fast 50 Jahre später ist Star Trek zu einem milliardenschweren Giganten der Popkultur geworden.

Illustration: Grégoire Guillemin