Ausgabe 01 2016

Praxis PUMA online: blitzschnelle Reaktionen

arvato Financial Solutions stellt für das Sportunternehmen PUMA ein integriertes Risikomanagement zur Verfügung.

Das Sportunternehmen PUMA ist mit Onlineshops in 23 europäischen Märkten aktiv. arvato Financial Solutions stellt dafür ein integriertes Risikomanagement zur Verfügung, das die länderspezifischen Besonderheiten berücksichtigt und eine trennscharfe Bewertung von Kunden und Bestellungen ermöglicht. Ergebnis ist eine deutlich gesteigerte Conversion Rate bei gleichem bzw. niedrigerem Risiko.

PUMA kennt die Situation aus eigener Erfahrung: In Europa unterscheiden sich die Risiken im E-Commerce je nach Land und angebotener Zahlart. Mancherorts führt vor allem die fehlende Bonität der Käufer zu Zahlungsausfällen, woanders resultieren derartige Gefahren eher aus betrügerischen Absichten. Wer auf dem gesamten Kontinent aktiv ist, muss Risikomanagement und Betrugsprävention daher länderspezifisch anpassen. Doch geht der Zwang zu individuellen Lösungen noch weiter, denn beispielsweise variieren die Präferenzen in puncto Zahlart je nach Markt. Und auch auf diesem Gebiet sollen sich die Risiken im Rahmen halten. Damit der Aufwand beherrschbar bleibt und sich ein europaweit vergleichbares Sicherheitsniveau herstellen lässt, braucht es ein umfassendes Risikomanagement, das die jeweiligen Besonderheiten flexibel berücksichtigen kann. Erschwert werden geeignete Maßnahmen jedoch durch die zentrale Herausforderung des Onlinehandels: Mehr Sicherheit bedeutet oftmals weniger Umsatz, beispielsweise führt eine Einschränkung der Zahlarten oftmals zu Kaufabbrüchen.

Risiken individuell eingrenzen

Um die Conversion Rate so hoch wie möglich zu halten, kommt es auf die Trennschärfe der Risikosteuerung an – und bei PUMA zudem darauf, diese in 23 europäischen Ländern bald gleichermaßen zu gewährleisten. Ein wirkungsvolles Risikomanagement muss daher sehr viele unterschiedliche Aspekte berücksichtigen: Es muss länder- und potenziell sogar produktspezifische Gefahren einbeziehen und ebenso die Bonität der Kunden im Kalkül behalten. Ebenso gilt es, viele andere Prozesse im Zusammenhang mit Zahlungen und Bestellungen im Blick zu behalten, um Transparenz zu gewährleisten: Wer zum Beispiel weiß, warum ein Kunde abgelehnt wurde, kann darauf reagieren und Bestellungen im Rahmen einer Einzelfallprüfung sowie durch Black- und Whitelisting einordnen. Das Risikomanagement erfolgt in Form wirkungsvoller Automatismen, womit das System selbstständig risikoreiche Bestellungen verhindern bzw. das Zahlartenangebot entsprechend einschränken kann. Die gesamte Logik und alle Abläufe müssen außerdem der Always-on-Situation im Onlinehandel genügen und dauernd verfügbar sein.

Viele Parameter finden Eingang

Um die risikobehafteten Kunden oder Sendungen wirkungsvoll herausfiltern zu können, kombiniert die von arvato Financial Solutions für PUMA konzipierte Lösung sehr viele unterschiedliche Daten. Für die Bewertung relevant sind vor allem die Informationen in puncto der aktuellen Bestellung. So fließen neben dem Score des jeweiligen Kunden beispielsweise auch der Betrag seiner offenen Forderungen in die Entscheidung ein – wer innerhalb der Zahlungsfrist hintereinander bei PUMA ordert, verändert damit nicht direkt seinen persönlichen Score oder seine persönlichen Daten, das Risiko steigt jedoch trotzdem. Deshalb war es den Verantwortlichen bei PUMA wichtig, auch Informationen wie den offenen Posten sowie den Mahn- und Inkassostatus zu nutzen. Eine Rolle spielt zudem das Retourenverhalten, und darüber hinaus schließt die Lösung einen Kauf auf offene Rechnung bei abweichenden Lieferanschriften bei Neukunden zum Teil aus. Zur Transparenz für PUMA trägt bei, dass sich die Logik dieser Entscheidungsfindung in allen 23 Ländern gleicht. Eine einheitliche Risikosteuerung ist damit länderübergreifend möglich.

Arbeit findet bei arvato Financial Solutions statt

Während des Kaufvorgangs übergeben die PUMA-Shops über Schnittstellen lediglich Name und Anschrift des jeweiligen Kunden sowie seine Warenkorbdaten. Zusätzlich werden Debitorendaten von PUMA in der Entscheidung mitberücksichtigt. Die gesamte Risikoprüfung erfolgt dann auf den Systemen von arvato Financial Solutions. Zurück fließt das Endergebnis in Form einer eindeutigen Zahlartenempfehlung in einem sogenannten Result Code. Mehr ist im Hinblick auf die Risikosteuerung nicht erforderlich – für riskante Bestellungen akzeptiert das System nur sichere Zahlarten. Ausfälle lassen sich damit minimieren und die Conversion Rate maximieren. Aufseiten von PUMA braucht es lediglich die Schnittstellen zur Datenübergabe, weitere IT-Ressourcen sind nicht erforderlich. Möglich ist dieses umfassende Risikomanagement für Onlineshops auch deshalb, weil arvato Financial Solutions europaweit tätig ist und unterschiedliche Lösungen für PUMA verknüpfen kann. Dazu gehören Produkte wie Risk Solution Services und Profile Tracking. Diese steuern das Zahlartenangebot, beispielsweise durch bisherige Zahlungserfahrungen, und suchen nach Betrugsmustern.

PUMA im Laufe der Jahre

1924
Im Jahr 1924 gründen die Brüder Rudolf und Adolf Dassler im bayerischen Herzogenaurach die Sportschuhfabrik Gebrüder Dassler.

1948
Im Laufe der Jahre verschlechtert sich die Beziehung der Dassler-Brüder, sodass sie schließlich entscheiden, ihr gemeinsames Unternehmen aufzuteilen. So kommt es, dass im Jahr 1948 die zwei Unternehmen Adidas und PUMA entstehen.

1966–1998
Die legendären PUMA KING-Fußballschuhe werden kreiert und 1966 zum ersten Mal während der Fußball-weltmeisterschaft in England von dem Torschützenkönig Eusebio getragen. Nach wie vor ist das PUMA KING-Modell sehr populär.

1985
Als bislang jüngster und erster ungesetzter Spieler sowie erster Deutscher überhaupt gewinnt Boris Becker Wim-bledon. Gespielt hatte er mit einem PUMA-Schläger sowie PUMA-Schuhen. Später arbeitet Boris Becker mit PUMA zusammen, um sein eigenes Modell zu entwickeln.

1993
PUMA führt einen Verhaltenskodex ein, der sicherstellt, dass ethische Standards denselben Stellenwert wie Menschenrechte haben. Auch Zulieferern wird ein Minimum an Standards abverlangt. Das Unternehmen schreibt diesen Kodex in seinen Kaufverträgen fest.

1999
PUMA führt den Lifestyleschuh „Mostro“ ein. Das Design des Schuhs zielt darauf ab, typische Sportelemente wie Klettverschluss und Spikesohle in die Alltagsmode zu integrieren. Bekannt und erfolgreich wird das Modell durch Madonna, die es während ihrer Konzerttournee im Jahr 2002 trägt.

2004
Die Nationalelf von Kamerun trägt bei ihrem ersten Gruppenspiel des Africa-Cups den PUMA-Einteiler UniQT. Der Einsatz des Einteilers stößt bei der FIFA auf Ablehnung. Sie belegt das Team mit einer Geldstrafe und Punktabzug für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft. Das führt zu einem Disput zwischen PUMA und der FIFA, der in einem Rechtsstreit mündet. Das Unternehmen zahlt die Geldstrafe der Kameruner und protestiert öffentlich gegen die Entscheidung der FIFA. Schließlich einigen sich die Kontrahenten auf einen Kompromiss und lassen einem Fußball-Entwicklungshilfe-Projekt in Kamerun eine gemeinsame Spende zukommen.

2009
PUMA tritt als erster Hauptsportausstatter dem Climate Neutral Network des Umweltprogramms der Vereinten Nationen bei. Mit diesem Schritt setzt PUMA sich für die Nutzung erneuerbarer Energien ein und betont die Wichtigkeit, CO2-Emissionen zu reduzieren. PUMA unterzeichnet die internationale Vereinbarung „Seal the Deal“, um das Klimaabkommen beim Klimagipfel zu unterstützen.

2012
Die in London ausgetragenen Olympischen Spiele werden zu einem großen Erfolg für PUMA: Insgesamt gewinnen 19 mit PUMA-Sportkleidung ausgestattete Athleten Medaillen. Zu den Siegern gehört auch Usain Bolt. Der jamaikanische, von PUMA gesponserte Sprintstar holt drei Goldmedaillen.

Foto: Jörn Friederich Image Broker/F1online