Ausgabe 02 2016

Datenflut Ups – schuldig!

pay hat recherchiert, mit welchen Straftaten man mancherorts die Gesetzeshüter provozieren kann.

Kann man das Gesetz brechen, ohne den blassesten Schimmer davon zu haben? Ja! Datenflut hat recherchiert, mit welchen Straftaten man mancherorts die Gesetzeshüter provozieren kann.

Links, zwo, drei, vier!

Ab und an meint der Zufall es nicht gut mit einem. Wanderergruppen in Deutschland sollten in diesem Sinne hoffen, dass sie beim Überqueren einer Brücke nicht in Gleichschritt verfallen. Denn das ist laut der deutschen Straßenverkehrsordnung streng verboten. Dieses Gesetz stammt aus Kriegszeiten und sollte verhindern, dass kleinere Brücken durch das Marschieren von vielen Soldaten einstürzen.

Schön sauber bleiben

Die Scheiben verschmiert, die Felgen dreckig, das Nummernschild unleserlich. Was besonders im Winter ein alltäglicher Anblick auf vielen Straßen ist, wird in Moskau nicht geduldet. Wer ein schmutziges Auto durch die russische Hauptstadt steuert, kann von der Polizei zu einem Bußgeld verdonnert werden. Es liegt dabei ganz im Ermessen der Polizisten, wann schmutzig beginnt.

Müll ist für den Eimer

Den Kaugummi einfach auszuspucken oder anderen Abfall auf die Straße zu werfen, ist überall auf der Welt ein Zeichen für schlechte Manieren. In Singapur kann man sich damit jedoch richtig Ärger einhandeln. In dem kleinen asiatischen Stadtstaat drohen dafür unter anderem Geldstrafen von 360 bis 3600 US-Dollar.

Mein Schwein pfeift

„Vorausdenken!“, dachte sich Napoleon wohl, als er ein Gesetz erließ, nach dem es in Frankreich verboten ist, sein Schwein oder seine Kuh Napoleon zu nennen. Irgendwie auch nachvollziehbar ...

Buddeln verboten

Spaßverderber: Am Strand des venezianischen Städtchens Eraclea ist es nicht
erlaubt, Löcher in den Sand zu buddeln oder Burgen zu bauen. Das ist übrigens auch an einigen deutschen Stränden, beispielsweise in Kiel oder auf Sylt, der Fall. Der Grund? Löcher könnten Rettungseinsätze stören und/oder die Stabilität der Deiche gefährden.

Ärger an der Angel

Wen es nach Trenton, New Jersey, verschlägt, sollte sich an seine gute Kinderstube erinnern. Suppe zu schlürfen, steht dort unter Strafe. Ein staatsweites Verbot gilt es in Idaho zu beachten: Niemals, unter keinen Umständen darf man sich dort beim Forellenfischen auf einer Giraffe erwischen lassen. Noch ein Tipp für Frauen unter 80 Jahren, die in South Dakota unterwegs sind: Ihnen ist es untersagt, jüngere Männer anzusprechen. Wie diese Gesetze entstanden sind, weiß keiner so wirklich. Aber das steht für pay fest: Sie waren bestimmt das Resultat einer Provokation!

Illustrationen: Florian Sänger