Ausgabe 1 2015

Praxis vorsortierer@falsch.de
Dubiose E-Mail Adressen

Erfahrungen aus dem E-Commerce zeigen, dass Bestellungen, die von zweifelhaften E-Mail-Adressen ausgehen, häufiger Zahlungsstörungen nach sich ziehen als andere. Der neue eMailCheck von arvato Financial Solutions identifiziert qualitativ minderwertige Adressen und reduziert damit die Risiken.

Erfahrungen aus dem E-Commerce zeigen, dass Bestellungen, die von zweifelhaften E-Mail-Adressen ausgehen, häufiger Zahlungsstörungen nach sich ziehen als andere. Der neue eMailCheck von arvato Financial Solutions identifiziert qualitativ minderwertige Adressen und reduziert damit die Risiken.

Es spielt kaum eine Rolle, welche Services ein Unternehmen im Internet verkauft: In der Regel bildet die E-Mail-Adresse die zentrale Verbindung zum Kunden. Über sie läuft nicht nur die Kommunikation, sie dient auch vermehrt zur Identifikation der Person hinter einer Transaktion. Insbesondere im Falle digitaler Güter ersetzt das virtuelle Postfach häufig eine postalische Liefer- oder Rechnungsadresse. Doch hakt es genau an dieser Stelle. Rechnungen laufen ins Leere, und Zahlungen bleiben aus, weil die vom Besteller angegebene E-Mail-Adresse ungültig oder aber von einer zweifelhaften Qualität ist. Aktuelle Analysen beweisen dabei einen Anteil nicht existenter E-Mail-Adressen von über 30 Prozent bei manchen Portfolien.

Unterschiedliche Qualität

Eine genauere Analyse zeigt, dass viele dieser problematischen E-Mail-Adressen beispielsweise Schimpfwörter oder obszöne Begriffe enthalten, von zweifelhaften Domains stammen, syntaktisch falsch sind oder gar nicht existieren. Zudem belegen die Erfahrungen im E- Commerce, dass die Qualität einer E-Mail-Adresse in direktem Zusammenhang mit der Zahlungswahrscheinlichkeit steht. So führen Bestellungen von bestimmten Trash-Domain-Typen mehr als dreimal so häufig zu Zahlungsausfällen wie solche von privaten Domains. Kostenträchtige Inkassofälle lassen sich also vermeiden, wenn problematische E-Mail-Adressen bereits während des Bestellprozesses identifiziert werden und ein Händler entscheiden kann, ob er den jeweiligen Kunden beliefert oder nicht. Auf diesem Grundgedanken basiert der eMailCheck von arvato Financial Solutions. Zu der im Onlinehandel üblichen Prüfung von Name, Adresse, Bankverbindung und Internetzugangsgerät – oder wenn diese Checks gar nicht möglich sind – bietet er eine Möglichkeit, problematische E-Mail-Adressen zu identifizieren und damit gegebenenfalls auszusteuern oder einer manuellen Prüfung zu unterziehen. Andererseits können Inhabern besonders guter E-Mail-Adressen verbesserte Konditionen, höhere Limits oder andere Zahlarten mit dem Ziel angeboten werden, den zu realisierenden Umsatz positiv zu beeinflussen.

Prüfung auf verschiedenen Ebenen

Dabei geht der eMailCheck deutlich weiter als bislang verfügbare Prüfroutinen von E-Mail-Adressen. So werden erstmals nicht nur die formale Syntax sowie die Existenz analysiert, auch die Qualität spielt eine wichtige Rolle. Damit existieren drei sich ergänzende Ebenen der Analyse: Im Rahmen der Syntaxprüfung geht es um die Einhaltung der gültigen Standards, der sogenannten RFC-Normen (Request-for-Comment-Dokumente, die als Standards im Internet gelten). Hierbei zählt beispielsweise, ob das @-Symbol vorhanden ist oder ob ungültige Sonderzeichen vorkommen. Zweitens überprüft der eMailCheck die Existenz der Adresse, also, ob es die Domain gibt und ob E-Mails überhaupt zugestellt werden können. Getestet wird in diesem Schritt auch, ob ein Postfach voll ist. Dieser Faktor zählt, weil volle Postfächer auch von betrügerischen Bestellern für Massenbestellungen verwendet werden. Bereits auf diesen beiden Ebenen lassen sich riskante E-Mail-Adressen herausfiltern. Genauere Aussagen zum verbleibenden Teil der zunächst unauffällig erscheinenden E-Mail-Adressen liefert die dritte Ebene, die Qualitätsprüfung.

Hierzu arbeitet arvato Financial Solutions eng mit dem führenden Anbieter von Namensanalysen zusammen. Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist ein System, mit dem sich die Qualität von E-Mail-Adressen untersuchen lässt und auch diejenigen klassifiziert werden können, die konventionelle Überprüfungen bedenkenlos akzeptieren. Dazu werden alle drei Bestandteile einer E-Mail-Adresse untersucht, also Local Part, Domain und Top-Level-Domain. Beim sogenannten Local Part handelt es sich um den Teil vor dem @-Symbol. Der eMailCheck erkennt beispielsweise, ob die Adresse Namensbestandteile enthält oder ob es sich lediglich um eine zufällige Tastatureingabe handelt, ein typisches Indiz für eine nicht existente Adresse. Ergänzt werden diese Tests etwa durch Namensanalysen und eine Schimpfworterkennung. Beispiel: hans.meier@... ist weniger ausfallgefährdet als nurausgedacht@... Im Rahmen der Domain-Analyse prüft das System unter anderem, ob die Mail von einer Organisation oder einer Privatperson stammt und identifiziert dabei beispielsweise Trash-Domains. Die Untersuchung der Top-Level-Domain erlaubt es etwa, Kunden nach Ländern zu differenzieren. Ein solch umfassender Qualitätscheck gestattet den Ausschluss problematischer Postfächer und er erlaubt es zudem, besonders vertrauenswürdige E-Mail-Adressen zu identifizieren und diesen beispielsweise ein höheres Limit zuzuweisen.

Ausgabe in Güteklassen

Die Ergebnisse der drei Teilprüfungen von Syntax, Existenz und Qualität werden aussagekräftig zusammengefasst in Form von Güteklassen. Damit liefert der eMailCheck zu jeder geprüften E-Mail-Adresse eine eindeutige und einfach zu interpretierende Qualitätsaussage.

Der eMailCheck differenziert zwischen sechs unterschiedlichen E-Mail-Güteklassen, deren Zahlungsausfallrisiken sich signifikant voneinander abheben. Auf dieser Grundlage kann der Onlinehändler individuell entscheiden, wie die Güteklassen genau zugeschnitten sind und nach welchen Kriterien Adressen abgelehnt werden sollen. Eine zeitkritische Onlineanbindung mit Antwortzeiten unter 500 Millisekunden ist ebenso realisierbar, wie eine sehr gründliche und ausführliche Prüfung. Außerdem lassen sich zum Beispiel Minus- und Pluspunkte für bestimmte Länder vergeben. Integriert werden kann der eMailCheck über eine Standardschnittstelle in jeden Bestell- oder Check-out-Prozess. Damit der eMailCheck für den Kunden „unsichtbar“ bleibt, werden alle Anfragen in Echtzeit beantwortet. Weil jedoch die Antwortzeiten der Mailserver höher ausfallen können und von außen nicht beeinflussbar sind, lassen sich die Time-out-Zeiten mandantenspezifisch so festlegen, dass Ergebnisgüte und Zeitverbrauch optimal aufeinander abgestimmt sind. Wer den eMailCheck in seinen Check-out-Prozess integriert, erhält damit ein valides Ergebnis.

Umfassend einsetzbar

Der eMailCheck ist von vornherein für den internationalen Einsatz ausgerichtet. Voraussetzung dafür ist lediglich die Verwendung des lateinischen Alphabets. Bestandteile wie etwa die Schimpfworterkennung sind bereits für mehrere Sprachen (wie Deutsch und Englisch) verfügbar, lassen sich bei Bedarf jedoch kurzfristig erweitern. Damit ist der eMailCheck die wohl weltweit einzige E-Mail-Verifikationslösung, die neben der Syntax- und Existenzprüfung auch eine umfassende Qualitätsprüfung der E-Mail-Adresse durchführt und auf die bestmögliche Balance aus Qualität und Performance setzt – maßgeschneidert für den jeweiligen Anlass. Abgerechnet wird pro Adresscheck zu einem ausgesprochen attraktiven Preis. Und die Zahlen belegen, dass die Unterscheidung zwischen „guten“ und „schlechten“ Adressen einerseits Risiken deutlich vermindern und andererseits die Conversion Rate steigern kann. So zeigen vom eMailCheck als qualitativ minderwertig identifizierte E-Mail-Adressen ein mehr als zwanzigfach erhöhtes Zahlungsausfallrisiko gegenüber qualitativ hochwertigen E-Mail-Adressen. Zudem führen die als besonders hochwertig identifizierten E-Mail-Adressen der Kategorie „A“ zu weniger als einem Drittel der durchschnittlichen Zahlungsausfälle. Diesen Bestellungen kann ein Händler im besonderen Maße vertrauen.